3. a. Festlegung und Nutzung von KPIs zur Messung der Nachhaltigkeitsleistung

Messungen sind ein wesentliches Managementinstrument, da sie uns dabei helfen, festzustellen, ob unsere Arbeit Wirkung zeigt, Werte zu demonstrieren, Ressourcen zu verwalten und Verbesserungsbemühungen zu fokussieren. Key Performance Indicators (KPIs) sind die entscheidenden (wichtigsten) quantifizierbaren Indikatoren für den Fortschritt in Richtung eines beabsichtigten Ergebnisses. Hier kommen Nachhaltigkeitsmetriken und -indikatoren (KPIs) ins Spiel. Sie liefern konkrete Daten zur ESG-Leistung eines Unternehmens und ermöglichen es Unternehmen, ihre aktuelle Position zu messen, Bereiche mit Verbesserungspotenzial zu identifizieren, realistische Ziele festzulegen und den Fortschritt im Laufe der Zeit zu verfolgen. Die Verwendung dieser Metriken verbessert nicht nur die interne Entscheidungsfindung, sondern fördert auch die Transparenz gegenüber Stakeholdern – InvestorInnen, Mitarbeitenden und KundInnen –, die zunehmend Nachweise für nachhaltige Praktiken verlangen. Indem diese Metriken klare Einblicke in die nachhaltigen Initiativen eines Unternehmens bieten, können sie den Ruf der Marke verbessern, bewusste VerbrauchInner und InvestorInnen anziehen und letztendlich die Rentabilität steigern.

Arten von Nachhaltigkeitsindikatoren in der Hotellerie

Nachhaltigkeitskennzahlen/KPIs sind in der modernen Wirtschaft unverzichtbar, da sie eine Möglichkeit bieten, die Auswirkungen eines Unternehmens auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu quantifizieren und zu messen. Sie helfen Unternehmen auch dabei, Bereiche zu identifizieren, in denen sie ihre Nachhaltigkeitsbemühungen verbessern, Kosten senken und die Effizienz steigern können. Die folgenden Nachhaltigkeitsindikatoren bzw. -fragen müssen berücksichtigt werden:

  • CO2-Fußabdruck. → Berechnet die gesamten Treibhausgasemissionen, die ein Unternehmen direkt/indirekt verursacht. → Welche konkreten Maßnahmen können Hotels ergreifen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern?
  • Wasser-Fußabdruck. → Wie kann die Wasserverschwendung in Hotels reduziert werden? → Einsatz wassersparender Küchengeräte und Strahlregler für Wasserhähne, Toilettenspülungen etc.
  • Müllaufkommen. → Wie kann Müll vermieden und richtig entsorgt werden? → Mülltrennung im Hotel/Zimmer, Vermeidung von Einwegplastik, nachfüllbare Seifenspender, etc.
  • Energieverbrauch. → Wie kann der Energieverbrauch gesenkt werden? → Energieeffiziente Maßnahmen: LED-Lampen, Wartung von Elektroanlagen, Versorgung mit Ökostrom etc.
  • Auswirkungen auf die Biodiversität. → Wie kann die Biodiversität erhalten/genutzt werden? → Landschaftsorientierte Gestaltung der Hotelanlage, Eigenanbau, Kräuter-/Naschgarten, Insektenhotels etc.
  • Mitarbeiterzufriedenheit und Fluktuationsrate. → Was kann getan werden, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen? → Wertschätzung, Mitsprache bei Dienstplänen, materielle/monetäre Anreize etc.
  • Repräsentation von Gender und Diversität. → Wie vielfältig ist die Belegschaft des Hotels in Bezug auf Geschlecht, Rasse, Alter usw.? Verfügt das Hotel über ein vielfältiges Team?
  • Gesundheits- und Sicherheitsvorfälle. → Wie können Arbeitsunfälle minimiert/vermieden und die Gesundheit der Beschäftigten verbessert werden? → Information/Prävention, gesundheitsfördernde Angebote etc.
  • Gesellschaftliches Engagement. → Wie stark ist das Hotel in die soziale Gemeinschaft eingebunden? → Interaktion mit lokalen Gemeinschaften, Einstellung lokaler MitarbeiterInnen, Gemeinschaftsentwicklungsprojekte, Spenden/Sponsoring
  • Diversität im Vorstand. → Wie ausgeprägt ist der Grad der geschlechtlichen/ethnischen Vielfalt in der Geschäftsführung/im Vorstand des Unternehmens/der Hotelkette?
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung. → Wird über die Nachhaltigkeitsleistung im Hotel berichtet und wer wird darüber informiert?
  • Ethische Standards. → Verpflichtet sich das Hotel zu ethischen Geschäftspraktiken, z. B. Antikorruptionsrichtlinien und ethischen Beschaffungsstandards?